Körperorientierte Traumatherapie

Wenn für die Lösung eines Problems das therapeutische Gespräch nicht ausreicht, können wir uns auf die Zeichen im Körper verlassen.  Probleme und Belastungen, die in uns „stecken“ oder uns blockieren, gehen  mit körperlichen Anspannungen einher. Der Körper strebt immer nach der Vollendung eines stecken gebliebenen Impulses, nach der Auflösung einer Belastung, um aus seiner Anspannung wieder in einen entspannten und damit funktionsfähigeren und gesünderen Zustand zu gelangen.

Um die Symptome, die von einem traumatischen Erlebnis kommen, in den Griff zu bekommen, ist es zunächst notwendig  eine gewisse Stabilisierung zu erlangen.
Stabilisierung bedeutet in der körperorientierten Arbeit in erster Linie Entlasten von Übererregung und von zu viel Spannung, Erden der Energie und Kontrolle gewinnen über das eigene Empfinden. Spezifische körperliche Übungen helfen, Sicherheit im eigenen Körper, Stabilität und Kontrolle zu erlangen.
 
Bei der Verarbeitung eines Traumas wird mithilfe genauer Körperwahrnehmung nach den unterbrochenen Reaktionen geforscht, die der Körper eigentlich tun wollte, um sich zur retten. Wenn diese sich passend mit den dazugehörigen Emotionen ausdrücken und vollenden können, kann die schmerzende Spannung, die die Belastung aufrecht erhält, zum Abschluss kommen. Wir können uns körperlich und psychisch wieder entspannen, Wohlbefinden, Selbstbewusstsein und kreative Gedanken werden gefördert. Das Geschehen kann in die eigene Lebensgeschichte eingeordnet werden, die Emotionen machen Sinn und können sich beruhigen, und der Körper kann wieder lebendiger empfunden werden.